Der Kiwi im Wandel der Zeiten -

eine in nicht allen Teilen ganz ernstzunehmende Abhandlung

Der Kiwi zeigt wenig Gemeinsamkeiten mit anderen Vogelarten, er ist sozusagen ein Wunder der Ornithologie:
Zum einen ein Nachttier, stammt er trotz seiner Grösse von ca. 35 cm in direkter Linie von den Moas - einer Art ausgestorbener Riesenlaufvögel - ab, die bis zu 3 m gross waren. Aus dem Godzilla der früheren Vogelwelt ist im Laufe von ein paar Millionen Jahren ein immernoch flugunfähiger Zwerg geworden.
Im Gegensatz zu dem vom Kiwiweibchen im Winter gelegten Ei welches mit einem Zehntel des Körpergewichts des Weibchens leider die Grössenentwicklung nicht völlig mitvollzogen hat - ein kleiner Vogel, der über sich selbst hinauswächst. Während der Legearbeit bereitet sich das Männchen mental auf seine Aufgabe im biologischen Geschehen vor. Es wird das Ei innerhalb von 80 Tagen ausbrüten und in dieser Zeit beispiellose intellektuelle Fähigkeiten entwickeln, wie ein berühmtgewordener Kiwigedanke lehrt: "Ich brüte, also bin ich!". Wenn das nicht perfekte Teamarbeit ist...
Der Kiwi hat aufgrund seiner hohen Intelligenz so gut wie keine natürlichen Feinde, da er jahrelang über die Konfliktvermeidung nachgedacht hat. Um seine Gegner blitzartig in die Flucht zu schlagen, sondert er eine unangenehme Essenz aus verschiedensten Duftstoffen ab. Leider macht ihn dies auch zu keinem besonders geselligen Genossen, nicht zuletzt wird ihm ein aufbrausendes Wesen nachgesagt.

Übrigens erfand ein Neuseeländer - von der Form des Kiwischnabels tief beeindruckt - das Trinkröhrchen,
ohne das heutzutage gar keine Cocktail-Kultur bestehen könnte.
Leider bedroht unsere moderne Zivilisation jedoch auch diese unter Artenschutz stehenden Lebewesen.
Wir persönlich hoffen, dass diese eigenartigen Laufvögel auch weiterhin ihrer interessanten Lebensweise nachgehen dürfen und bekennen, dass wir Kiwis in unser Herz geschlossen haben.